nicoleWeniger Rente, arbeiten bis 67: Die Bürgerlichen haben die Katze aus dem Sack gelassen – bei der Vorberatung der Altersvorsorge 2020 veranstalten sie ein wahres Rentenmassaker. Unter den Abbaumassnahmen würden gerade auch die Jungen leiden. Dagegen gilt es sich zu wehren: mit einem JA zu AHVplus am 25. September.

Sollte der Nationalrat seiner Kommission folgen, würde die Reform «Altersvorsorge 2020» definitiv zum Rentenmassaker verkommen: Wer künftig in Pension ginge, müsste eine massive Verschlechterung seiner Rentensituation in Kauf nehmen. Dies würde ganz besonders auf die Jungen zutreffen. Die massivsten Abbauvorschläge sind:

  • Umwandlungssatz in der zweiten Säule: Senkung auf 6 Prozent, damit Kürzung der Pensionskassenrenten um 12 Prozent. Diese Verluste sollen nur teilweise ausgeglichen werden. Die beschlossenen minimalen Massnahmen sind so gut wie wirkungslos und belasten überdurchschnittlich die Jungen.
  • Pensionskassenbeiträge: Beitragspflicht schon ab 18 Jahren, das heisst zusätzliche Abzüge auf Lehrlingslöhnen. Insgesamt würden die Pensionskassenbeiträge um bis zu 2 Prozentpunkte steigen, während die Renten gleichzeitig sinken würden.
  • Allgemeines Rentenalter: Automatische Erhöhung auf 67 Jahre im nächsten Jahrzehnt. Diese sogenannte Stabilisierungsregel blutet zudem die AHV aus, weil die Nationalratskommission bei den Mehrwertsteuereinnahmen bremst: Insgesamt 1,4 Milliarden Franken Mehrwertsteuer würden der AHV fehlen. Die Rentenalter-Erhöhung würde sofort zu greifen beginnen.
  • Tiefe Einkommen: Massive Benachteiligung bei der besseren Abdeckung von Teilzeitarbeit: Wer mit einem Vollzeitpensum gleich viel verdient wie andere mit einem Teilzeitpensum, würde eine deutlich tiefere Rente erhalten.

Insgesamt heisst das:

  • Das Rentenniveau würde für alle zukünftigen Rentnerinnen und Rentner massiv sinken.
  • Das Rentenalter würde erhöht und die Beiträge für die zweite Säule würden steigen.

Das Rentenmassaker wäre perfekt.

Alle künftigen Rentnergenerationen müssten für diese Abbaupläne bluten. Gerade auch die Jungen. Denn obwohl sie mehr bezahlen müssten, hätten sie später weniger Rente und müssten zudem zwei Jahre länger arbeiten. Da bietet die Initiative AHVplus viel bessere Perspektiven: Mit dem 10-Prozent-Zustupf können die Rentenverluste bei den Pensionskassen kompensiert werden. Das ist nicht gratis. Aber dafür kriegen alle tatsächlich auch eine höhere AHV-Rente. Zudem ist dies viel kostengünstiger als eine Kompensation in der privaten Vorsorge. Die AHV hat nämlich im Vergleich zu den Pensionskassen und der 3. Säule das beste Preis-Leistungsverhältnis. Insbesondere auch für die Jungen.

Die Beiträge an die AHV sind im Vergleich zur 2. Säule bescheiden: 4,2 Lohnprozente (und gleichviel für den Arbeitgeber), während in der zweiten Säule die Beiträge auch schon für junge Arbeitnehmende ungefähr doppelt so hoch sind. Es liegt also im ureigensten Interesse der Jungen, die AHV zu stärken – so wie es die Initiative «AHVplus» vorschlägt – und nicht die ruinöse 2. Säule weiter aufzublasen, die den Versicherten immer weniger einbringt und lediglich die Taschen der Versicherer und Banken füllt. Was Dir AHVplus einmal einbringt, und wie wenig Dich das kostet, kannst Du selbst nachrechnen, mit dem AHVplus-Rentenrechner.

Rechne es selbst nach, und gib die einzig richtige Antwort auf dieses Rentenmassaker am 25. September 2016: mit einem JA zu AHVplus. Wer rechnet, stärkt die AHV !