Ende August feiert sich in Estavayer FR der Bauernstand und die traditionelle Schweiz am Eidgenössische Schwing- und Älplerfest. Ein festlicher und froher Anlass. Nichts zu feiern haben die Schweizer Bäuerinnen und Bauern, wenn sie sich mit ihrer Pensionierung beschäftigen.

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Wer in der Landwirtschaft arbeitet, lebt im Alter von der AHV-Rente. Als selbstständig Erwerbende haben Bauern keine obligatorische berufliche Vorsorge. Nur die allerwenigsten können sich freiwillige Einzahlungen in eine Pensionskasse (PK) oder in eine 3. Säule leisten. Von den rund 100‘000 hauptsächlich als selbständigen Bauern und Bäuerinnen können nur rund 8‘300 Personen in einer Pensionskasse für das Alter ansparen.

Teure Pensionskasse

Pensionskassenlösungen sind für die Bauern teuer. Über 40-jährige müssen 25% ihres versicherten Verdienstes in die PK der Landwirtschaft einzahlen, zuzüglich Verwaltungsgebühren. Kommt dazu, dass die Rentenumwandlung bei Pensionierung nicht vorteilhaft ist. Hinter der Pensionskassenlösung steckt die gewinnorientierte Versicherungsgesellschaft Swiss Life. Um auf eine monatliche Altersrente von Fr. 1000 zu gelangen, muss eine Bäuerin oder ein Bauer über 220’000 Franken zusammengespart haben.

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Wer neben der Tätigkeit auf dem eigenen Hof noch extern jobbt, wird in der Regel auch keine anständige PK-Rente erhalten. Erstens muss er oder sie über 20‘000 Franken im Jahr verdienen, um in die Pensionskasse aufgenommen zu werden. Zweitens wirft der häufig tiefe Zweitverdienst später nur eine Altersrente von ein paar Hundert Franken ab.

 

AHVplus: Die Bauern profitieren

Im Alter ist die AHV meist das einzige Renteneinkommen der Bauern. Die heutigen AHV Renten sind jedoch knapp bemessen. Ergänzungsleistungen im Alter zu beantragen, ist für viele entwürdigend oder aufgrund des Immobilienbesitzes häufig gar unmöglich. Die steigenden Krankenkassenprämien belasten auch das Budget der pensionierten Bauersleute übermässig. Für viele wird es sehr knapp im Alter. Dies trotz einem langen und harten Arbeitsleben. Deshalb sind Bäuerinnen und Bauern besonders auf eine Erhöhung der AHV-Rente, angewiesen.

Die Volksinitiative „AHVplus“ verlangt eine solche Erhöhung. «AHVplus» will die AHV-Altersrenten um 10 Prozent erhöhen. Für bescheidene 0,8 Lohnprozente erhalten alle deutlich mehr Rente. Ein Bauern-Ehepaar erhält so im Schnitt 4000 Franken mehr Rente pro Jahr.

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Ein so gutes Preis-Leistungsverhältnis hat nur die AHV. Hier bringt ein Beitragsfranken am meisten Rente. Nach der Krönung des Schwingerkönigs und einen Monat vor der Abstimmung zu AHVplus sollten sich deshalb die Bauern hinsetzen und nachrechnen, welches Einkommen sie einmal im Alter haben werden. Und sie werden sehen: Wer rechnet, stärkt die AHV und stimmt am 25. September Ja zur Volksinitiative AHVplus. Auch Bauern können rechnen, weshalb sie am 25. September ebenfalls für die Volksinitiative AHVplus stimmen.