Wie der Bundesrat am 6. Juli angekündigt hat, gibt es 2017 bei der AHV eine Nullrunde: die AHV-Renten stagnieren. Erstmals seit Einführung des Mischindexes 1980 wird damit auf eine Anpassung des Rentenniveaus verzichtet. Senioren-Verbände kritisieren diese Entwicklung, die einen grossen Teil der heutigen Rentner noch stärker verunsichert. Sie empfehlen ein Ja zu AHVplus.

Die zwei Senioren-Verbände VASOS und AVIVO weisen in ihren Mitteilungen vom 1. Juli resp. 4. Juli 2016 darauf hin, dass im Landesindex der Konsumentenpreise die Krankenkassenprämien nicht enthalten sind. Dies ist jedoch der am stärksten steigende Ausgabenposten von Rentner-Haushalten. Und bereits heute wissen wir, dass der nächste Prämienschub in der Pipeline ist: Erste Informationen zeigen, dass die Krankenkassenprämien 2017 massiv steigen werden, und dies noch viel stärker als in den vergangenen Jahren.

Nebst den Krankenkassenprämien belasten auch weitere Gesundheitskosten das Budget stark, etwa Franchise, Selbstbehalt und die Zahnarzt-Rechnungen. Seit die Krankenkassen die Rückvergütung von Brillen gekürzt haben und die AHV nur noch eine unzureichende Pauschale an Hörgeräte gewährt, fällt die Rechnung für die Senioren immer gesalzener aus. Nebst den Krankenkassenprämien von rund 500 Franken pro Monat muss heute ein Rentner monatlich zusätzlich 200 bis 250 Franken für Gesundheitsausgaben einkalkulieren.

Eine gute gesundheitliche Versorgung wird im Alter immer mehr zu einer Frage des Portemonnaies. Rentnerinnen und Rentner sind daher auf den Rentenzuschlag der Volksinitiative AHVplus angewiesen. Erst damit können die steigenden Gesundheitskosten ausgeglichen werden. Deshalb engagieren sich VASOS und AVIVO für AHVplus. Und auch der Schweizerische Seniorenrat als Dachverband aller Rentner-Organisationen eine Ja-Parole zu AHVplus beschlossen.